In den letzten Jahren sind die Präsenz und der Einfluss der beiden großen christlichen Konfessionen nicht nur in Gelsenkirchen, sondern landesweit in der Gesellschaft zurückgegangen. Ebenfalls ist der Anteil der getauften katholischen und evangelischen Schülerinnen und Schüler zurückgegangen.

Das hat dazu geführt, dass es für viele Schulen in NRW personell und organisatorisch zunehmend schwierig wird, den Religionsunterricht konfessionell getrennt anbieten zu können.

Eine Vereinbarung zwischen den Bistümern in NRW: Münster, Essen, Aachen und Paderborn, der evangelischen Landeskirche von Westfalen und der Evangelischen Kirche im Rheinland hat diese gesellschaftlichen Veränderungen aufgegriffen und Richtlinien formuliert für eine konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht.

Auch am Grillo-Gymnasium ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die einem christlichen Bekenntnis angehören, in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Deshalb wird am Grillo-Gymnasium entsprechend der vorgegebenen Richtlinien der katholische und evangelische Religionsunterricht in allen Jahrgangsstufen konfessionell-kooperativ durchgeführt, d.h. Schülerinnen und Schüler beider Bekenntnisse werden in einer Lerngruppe unterrichtet.

Damit beide Konfessionen gleichermaßen Berücksichtigung im Unterricht finden, werden die Fachgruppen auf der Grundlage der neuen Lehrpläne (G9) ein fachdidaktisches und fachmethodisches Konzept entwickeln, in dem die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Konfessionen besonders berücksichtigt werden. Außerdem wird es entsprechend der Richtlinien einen regelmäßigen Fachlehrerwechsel (evangelisch und katholisch) geben. Als Vorbereitung auf diese Aufgabe haben die betroffenen Kolleginnen und Kollegen an einer gemeinsamen Fortbildung der Kirchen teilgenommen.

Schulinternes Curriculum Evangelische Religionslehre Sekundarstufe I

Schulinternes Curriculum Katholische Religionslehre Sekundarstufe I